Warum Factoring für Existenzgründer sinnvoll ist

Sebastian Kowalzik ist Regionalvertriebsleiter WEST beim DZR – der Deutschen Zahnärztlichen Rechenzentrum GmbH. Im Gespräch erklärt er, warum Factoring gerade für Existenzgründer eine wichtige Rolle spielt, welche Vorteile Zahnarztpraxen davon haben und welche zusätzlichen Leistungen moderne Factoringunternehmen bieten.

Christian:

Was bedeutet Factoring überhaupt?

Sebastian:

Ganz einfach gesagt: Factoring bedeutet vor allem Liquidität. Dabei gibt es unterschiedliche Formen, zum Beispiel echtes Factoring mit 100-prozentigem Ausfallschutz für die angekauften Forderungen oder unechtes Factoring ohne Ausfallschutz.

Die Praxis übermittelt ihre Patientenrechnung an ein Factoringunternehmen beziehungsweise ein Rechenzentrum und erhält – je nach Vereinbarung – ihr Geld innerhalb des gewünschten Zeitraums. Das Factoringunternehmen wird anschließend Inhaber der Forderung und versendet die Rechnung an den Patienten.

Christian:

Ab wann ergibt das Sinn? Schon ab der Gründung?

Sebastian:

Auf jeden Fall – und zwar von Anfang an. Gerade Existenzgründer haben einen hohen Liquiditätsbedarf. Deshalb sollte Factoring bereits im Businessplan berücksichtigt und bei den Gesprächen mit der finanzierenden Bank vorgestellt werden.

Bei Praxen, die ihre Abrechnung selbst durchführen, steht die Liquidität oft nicht mehr an erster Stelle. Dafür gewinnen die zahlreichen weiteren Dienstleistungen zunehmend an Bedeutung.

Christian:

Warum ist Factoring so sinnvoll?

Sebastian:

Factoringunternehmen wie das DZR entlasten Zahnarztpraxen aktiv im Praxisalltag. Sie sorgen für schnelle Liquidität und bieten durch den Ausfallschutz ein hohes Maß an Planungssicherheit.

Darüber hinaus übernehmen sie zahlreiche Aufgaben – vom Rechnungsmanagement über Teilzahlungsmodelle bis hin zu weiteren Serviceleistungen. Das Ergebnis ist klar: Die Praxis gewinnt wertvolle Zeit für ihre Patienten, ihr Team und die eigene unternehmerische Tätigkeit.

Christian:

Und wie schnell erfolgt dann die Zahlung?

Sebastian:

Das erfolgt ganz nach Vereinbarung entweder sofort oder innerhalb eines gemeinsam festgelegten Zeitraums.

Christian:

Was ist, wenn ein Patient nicht bezahlt?

Sebastian:

Mit der Rechnungsstellung übernimmt das Factoringunternehmen auch das Forderungsmanagement. Das bedeutet: Nach Ablauf einer Frist werden zunächst Zahlungserinnerungen und bei Bedarf anschließend Mahnungen versendet.

Vor der Rechnungsstellung sollte die Praxis eine Bonitätsprüfung des Patienten durchführen. Das ist in der Regel bequem über die Schnittstelle der Praxisverwaltungssoftware möglich.

Besteht ein 100-prozentiger Ausfallschutz, trägt das Factoringunternehmen das Ausfallrisiko. Die Praxis erhält ihr Geld zuverlässig und kann sicher planen.

Dabei bleibt die Zahnarztpraxis jederzeit informiert. Sie kann jederzeit nachvollziehen, ob ein Patient bereits eine Zahlungserinnerung oder Mahnung erhalten oder eine Teilzahlungsvereinbarung abgeschlossen hat.

Christian:

Wie ist der genaue Ablauf, wenn eine Praxis mit einem Factoringunternehmen zusammenarbeitet?

Sebastian:

Der Patient unterschreibt zunächst die Einverständniserklärung des Factoringunternehmens und tritt damit die Forderung aus der Rechnung an das Unternehmen ab.

Anschließend hat die Praxis die Möglichkeit, eine Bonitätsprüfung durchzuführen, um beispielsweise bei einem Neupatienten einen ersten Eindruck zu gewinnen. Das ist sinnvoll, denn häufig besteht die Herausforderung nicht darin, genügend Patienten zu gewinnen, sondern die passenden Patienten für die Praxis.

Nach Abschluss der Behandlung wird die Rechnung einschließlich aller erforderlichen Unterlagen, wie Eigen- oder Fremdlaborbelegen, intern oder mit externer Unterstützung erstellt und anschließend vollständig digital an das Factoringunternehmen übermittelt. Die Praxis erhält ihr Honorar innerhalb des festgelegten Zeitraums.

Christian:

Von welchen weiteren Services können Praxen noch profitieren?

Sebastian:

Das DZR bietet darüber hinaus zahlreiche weitere Dienstleistungen an.

Ein wichtiger Service ist beispielsweise die Erstattungsunterstützung. Reicht ein Patient seine Rechnung bei der privaten Krankenversicherung, der Beihilfe oder einer Zusatzversicherung ein, kommt es immer wieder zu Leistungskürzungen. In solchen Fällen unterstützen wir die Zahnarztpraxis, indem wir die Kommunikation mit dem jeweiligen Leistungsträger übernehmen. Das entlastet sowohl die Mitarbeiter als auch die Praxisinhaber spürbar.

Ein weiterer interessanter Service ist der DZR HonorarBenchmark. Dabei können Zahnarztpraxen ihr übermitteltes Abrechnungsvolumen detailliert analysieren, auswerten und – sofern gewünscht – mit anderen Praxen aus der Region vergleichen. So lassen sich Potenziale für eine noch wirtschaftlichere und optimierte Abrechnung erkennen.

Christian:

Vielen Dank für die interessanten Infos und das Gespräch, lieber Sebastian.

 

Hinweis:

Alle hier genannten Informationen sind exemplarisch. Ein individueller Leistungsvergleich lohnt sich in jedem Fall, denn insbesondere bei den angebotenen Dienstleistungen gibt es zum Teil deutliche Unterschiede zwischen den einzelnen Factoringunternehmen.

 

Kontaktdaten:

Sebastian Kowalzik
Regionalvertriebsleiter WEST
DZR – Deutsches Zahnärztliches Rechenzentrum GmbH

E-Mail: s.kowalzik@dzr.de
Telefon: 02131 77685-4946
Website: www.dzr.de

Teilen:

Ähnlicher Beitrag